Mitwirkende

Lukas Batschelet

Universität Bern, mLAB

Lukas Batschelet ist Geograph und studentischer Mitarbeiter am Geographischen Institut der Universität Bern. Zunächst als Lehrer tätig, wandte er sich der Geographie und ihren digitalen Methoden zu und verbindet heute Sozial- und Kulturgeographie mit Gestaltung und digitalen Technologien. Er arbeitet an offenen, partizipativen Werkzeugen und visuellen Formaten zur Erhebung, Analyse und Vermittlung sozialer und subjektiver Erfahrungen im Raum.

Nicolo Bernasconi

Hochschule der Künste Bern

Nicolo Bernasconi ist Grafikdesigner, Illustrator und Fotograf aus Solothurn. Nach dem Studium des Grafikdesigns an der Fachklasse für Grafik in Biel/Bienne absolvierte er einen Master in Communication Design an der Hochschule der Künste Bern HKB. Zuvor schloss er eine Ausbildung zum Hochbauzeichner ab und war als On Air Designer beim Schweizer Fernsehen SRF in Zürich tätig, wo er visuelle Identitäten und Sendungsauftritte gestaltete. Seine Arbeit umfasst Kommunikationsdesign, Corporate Design, Knowledge Visualization, Ausstellungsdesign und Signaletik. Er arbeitet selbstständig für kulturelle und kommerzielle Auftraggeber und ist künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter an der HKB. Gemeinsam mit dem Herausgeber:innenteam entwickelte er die Karten für dieses Buch und setzte das visuelle Konzept und Design für diese Publikation um.

Nicole Bourbonnais

Geneva Graduate Institute

Nicole Bourbonnais ist Professorin für Internationale Geschichte und Politik am Geneva Graduate Institute. Ihre Forschung befasst sich mit der globalen Geschichte der Familienplanung, mit reproduktiven Rechten, der Familie und der Müttergesundheit. Derzeit leitet sie als Principal Investigator das vom SNF geförderte Projekt «Global Maternity: The Politics of Knowledge Production at the World Health Organization, 1948–2008». Zudem ist sie Podcast-Host beim New Books Network, wo sie Interviews mit Wissenschaftler:innen veröffentlicht, die disziplinübergreifend zu Reproduktion und Sexualität arbeiten. Für die Ausstellung hat Bourbonnais zur historischen Zeitleiste beigetragen und dabei auf die Forschung ihres jüngsten Buchs «The Gospel of Family Planning: An Intimate Global History» (University of Chicago Press, 2025) zurückgegriffen.

Amina Cisse

Amina Cissé ist Soziologie- und Sozialanthropologiestudentin an der Universität Fribourg und arbeitet als Praktikantin und studentische Assistenz am mLAB sowie am Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung (IZFG) der Universität Bern. Innerhalb und ausserhalb des akademischen Kontexts setzt sie sich mit antirassistischen und antikapitalistischen Perspektiven auseinander. Aufgewachsen in einem binationalen Haushalt entwickelte sie früh ein politisches Bewusstsein sowie ein Verständnis für gesellschaftliche Machtverhältnisse und soziale Ungleichheit. Sie interessiert sich dafür, über Widerstand gegen Unterdrückung und Ausbeutung sowie über gesellschaftliche Alternativen nachzudenken, zu schreiben und solidarische Praxis zu leben.

Joachim Clematide

Joachim Clematide verbindet seinen Hintergrund in Sozialpädagogik mit Klang- und Videokunst und geht dabei oft spielerisch und experimentell vor. Im Zentrum seiner künstlerischen Praxis steht die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen.

Für diese Ausstellung haben Lisa Gehrig und Joachim Clematide eine Videoinstallation entwickelt, die auf der Forschung von Laura Perler basiert und deren Erkenntnisse in eine künstlerische Form übersetzt.

Regina Dürig

Hochschule der Künste Bern

Regina Dürig schreibt Prosa, Texte für die Bühne, Hörspiele, Kinder- und Jugendbücher, Übungen und Experimente. Zuletzt erschien ihr Erzählband «Frauen und Steine» (Droschl). Für ihre Arbeiten hat sie zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Kulturpreis der Stadt Biel und den Literaturpreis des Kantons Bern. Sie ist Dozentin für literarisches Schreiben, u. a. an der Hochschule der Künste Bern, und hat im Bereich Creative Writing mit einer künstlerischen Arbeit zu Alice Kober promoviert. Sie hat die Autor:innen bei der Arbeit am vorliegenden Band in literarischen Mentoraten begleitet.

Ewa Einhorn

Ewa Einhorn ist Künstlerin und Filmemacherin und arbeitet in den Bereichen Animation, dokumentarische Formate, Zeichnung und digitale Medien. Ihre Arbeit ist häufig kollaborativ geprägt und nutzt Forschung und Fiktion, um spekulative Formen des Wissens und der Narration zu untersuchen. Ihre Arbeiten umfassen Animationsfilme, Computerspiele, pädagogische Performances und digitale Plattformen. Einhorn erwarb ihren Master an der Kunstakademie Malmö und nahm am Whitney Independent Study Program in New York teil. Derzeit lehrt sie an der HDK-Valand, Akademie für Kunst und Design der Universität Göteborg.

Anat Eisenberg

Anat Eisenberg ist Filmemacherin und Performance-Künstlerin, deren Arbeit soziale Dynamiken und menschliche Verletzlichkeit erkundet. Sie hat einen MFA in Filmregie von der Universität Tel Aviv und einen MA in Performance Studies von der Universität der Künste Berlin (UdK). Ihre für Preise nominierten Kurzspielfilme liefen an internationalen Festivals wie Telluride, HollyShorts und Huesca. In ihrem Film «Novy God» untersucht sie das Leben migrantischer Care-Arbeiterinnen und fängt die verschwimmenden Grenzen zwischen beruflicher Pflicht und intimen Beziehungen an einem Arbeitsplatz ein, der zugleich als vorübergehendes Zuhause dienen muss. Ihre partizipative Live-Kunst wurde in New York, München, Berlin und Istanbul gezeigt. Sie ist Dozentin für Drehbuch an der Sam Spiegel Film School und entwickelt derzeit ihren ersten abendfüllenden Spielfilm.

Lisa Gehrig

Zürcher Hochschule der Künste

Lisa Gehrig ist Filmemacherin und Dozentin an der Zürcher Hochschule der Künste. In ihren filmischen Arbeiten setzt sie sich immer wieder mit Fragen von Migration, Zugehörigkeit und institutionellen Strukturen auseinander. Ihr preisgekrönter Dokumentarfilm «The Hearing» wurde international gezeigt.

Für diese Ausstellung haben Joachim Clematide und Lisa Gehrig eine Videoinstallation entwickelt, die auf der Forschung von Laura Perler basiert und deren Erkenntnisse in eine künstlerische Form übersetzt.

Mia Gujer

Hochschule der Künste Bern

Mia Gujer ist selbstständige Grafikdesignerin und interessiert sich für kritisches Denken, Farbe, Form und Research. Sie schloss ihren Bachelor 2023 an der Hochschule Luzern ab. In ihrer Bachelorarbeit untersuchte sie die Chancen und Risiken von künstlicher Intelligenz im Graphic Design. Seit 2020 arbeitet sie gemeinsam mit Svenja Kolly als kollygujer in einem interdisziplinären Atelier in Zürich. 2025 übernahm sie die Co-Leitung des Weltformat Graphic Design Festivals Luzern. Sie arbeitet seit 2026 als Assistentin für den Studiengang Transformation Design an der Hochschule der Künste Bern. Vor ihrer Ausbildung zur Graphic Designerin arbeitete sie als politische Kampagnenleiterin und Aktivistin. Sie setzte das visuelle Konzept und Design für die Publikation um.

Sarah Hildebrand

Sarah Hildebrand ist Künstlerin, Fotografin und Autorin, lebt in Köln und arbeitet nomadisch. Sie studierte Bildende Kunst an der HEAD in Genf und an der HFBK Hamburg sowie Fotografie an der Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin. Ihre Arbeiten wurden international ausgestellt und u. a. bei art&fiction (Lausanne), dem Christoph Merian Verlag (Basel) und dem Kehrer Verlag (Heidelberg) veröffentlicht. Sie ist Mitgründerin des Atelierhauses P2–P3 (Köln) und der Achterhaus Ateliergemeinschaft e. V. (Hamburg) sowie Mitglied im Writers' Room Hamburg. Derzeit arbeitet sie zwischen Tunis und Québec an einem Buch zu Trauma und Resilienz.

Michelle Hufschmid-Lim

Universität Bern

Michelle Hufschmid-Lim ist zuständig für PR und erarbeitete die Kommunikationsstrategie der Ausstellung. Nachdem sie ihre Dissertation in Geschichte an der Universität Oxford abgeschlossen hatte, sammelte sie vielfältige Berufserfahrung in Kommunikation, Politik und Beratung in England und der Schweiz. In ihrer Arbeit versucht sie ihr Interesse an Feminismus, Politik, Geschichte und Kommunikation stets zu verbinden. Sie ist politisch aktiv und lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Bern.

Surangika Jayarathne

Universität Bern, mLAB

Surangika Jayarathne ist Geographin mit einem Hintergrund in internationalen Beziehungen, Recht, Sozialgeographie und Gender Studies. In ihrer Doktorarbeit an der Universität Bern untersuchte sie transnationale Adoptionen zwischen Sri Lanka und der Schweiz, wobei sie sich auf Geburtsmütter und Adoptivkinder in der Schweiz konzentrierte und darauf, wie Adoptionen ihr tägliches Leben weiterhin prägen. Ihre Arbeit befasst sich allgemein mit Frauen in Südasien, Emotionen, Geopolitik und dem Leben von Kindern und Jugendlichen in transnationalen und postkolonialen Kontexten.

Svenja Kolly

Svenja Kolly ist selbstständige Grafikdesignerin, lebt in Baden und bewegt sich in ihren grafischen Arbeiten zwischen Experiment, Typografie und Coding. 2025 schloss sie an der Hochschule Luzern den Bachelor in Graphic Design ab. Als Bachelorarbeit konzipierte und gestaltete sie eine zweisprachige Publikation zur belgischen Filmemacherin Chantal Akerman. Seit 2020 arbeitet sie mit Mia Gujer in einem interdisziplinären Atelier in Zürich und leitet das Weltformat Graphic Design Festival Luzern mit. Sie setzte das visuelle Konzept und Design für die Publikation um.

Nora Komposch

Universität Zürich

Nora Komposch ist Geographin und arbeitet an der Universität Zürich. Als Doktorandin am Geographischen Institut der Universität Bern untersuchte sie die Zusammenhänge zwischen landwirtschaftlicher Arbeit in der Beerenproduktion Südspaniens und dem Familienleben marokkanischer Erntearbeiterinnen. Für ihre ethnografische Forschung verbrachte sie zwischen 2021 und 2024 acht Monate in Spanien und Marokko.

Ashish Kulshreshtha

Universität Bern

Ashish Kulshreshtha ist Softwareentwickler mit einem Masterabschluss in Informatik und bringt seine lebenslange Leidenschaft für Fotografie und Dokumentarfilm in die gemeinschaftliche ethnografische Arbeit ein. Zwischen 2021 und 2023 arbeitete er mit Surangika Jayarathne an einer Studie über transnationale Adoptionen zwischen Sri Lanka und der Schweiz und dokumentierte dabei die intimen Landschaften familiärer Trennung. Alle Fotos in diesem Kapitel stammen von ihm. Er lebt in Bern und arbeitet am Geographischen Institut der Universität Bern.

Yolinliztli Pérez-Hernández

INSERM Paris

Yolinliztli Pérez-Hernández ist feministische Anthropologin und Ethnografin, die sich auf soziale Ungleichheiten im Gesundheitswesen spezialisiert hat, insbesondere im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit. Sie ist in Morelos, Zentralmexiko, in einer Familie mit fünf Kindern geboren und aufgewachsen. Nach ihrer fünften Geburt bat ihre Mutter um eine Eileiterunterbindung – sie hatte das Gefühl, bereits «zu viele Kinder» zu haben. Jahre später versuchte sie, diese rückgängig zu machen. Sie wollte noch ein Baby, aber das war nicht mehr möglich. Diese Geschichte hat Yolinliztli Pérez-Hernández nicht losgelassen. Als Forscherin hat sie sich immer wieder damit beschäftigt und versucht, nicht nur ihre Entscheidung zu verstehen, sondern auch die Umstände, die sie dazu bewogen haben.

Laura Perler

Universität Bern, mLAB

Laura Perler arbeitet am Geographischen Institut der Universität Bern, wo sie an der Schnittstelle von Wissenschaft, Kunst und Aktivismus zu globalen Politiken der Reproduktion forscht. Zudem sorgt sie in Fribourg für drei Kinder und einen Hund. Ihre Dissertation zur transnationalen Eizellenspende wurde im Rahmen der Ausstellung «Babys machen: Eizellenspende und Reproduktionspolitiken» in Berlin und Bern gezeigt sowie als Monografie «Selektiviertes Leben: Eine feministische Perspektive auf die Eizellenspende» bei edition assemblage veröffentlicht. In ihrer Arbeit verbindet sie kritische Betrachtungsweisen mit politischem Engagement und der Überzeugung, dass Denken und Arbeiten am besten im Kollektiv und in freundschaftlichen Verbindungen gelingen.

Sven Rufer

Filmerei GmbH

Sven Rufer ist ein in Zürich ansässiger Dokumentarfilmer, dessen Arbeit sich auf soziale Ungerechtigkeiten konzentriert. In seinem Dokumentarfilm «The Invisibles», der in Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung produziert wurde, dokumentiert er die Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Beerenindustrie von Huelva. Einige der Fotos in diesem Buch stammen aus diesem Film.

Lucy Sabin

University of Sussex

Lucy Sabin ist Forscherin und Künstlerin mit einem Hintergrund in Humangeographie und Kommunikationsdesign. Sie arbeitet zu Luft und Atmosphäre, feministischen Wissenschaftsstudien und ökologischer Gerechtigkeit. Derzeit ist sie Research Fellow an der University of Sussex. Lucy Sabin hat Nora Komposch in ihrer Feldforschung begleitet und viele der Fotos im Kapitel dazu aufgenommen.

Tamara Sánchez-Pérez

Tamara Sánchez-Pérez ist Dokumentarfotografin und beschäftigt sich mit gemeinschaftsbasiertem und partizipativem visuellem Storytelling. Ihre Arbeit verbindet Fotografie, Begleitung von Gemeinschaftsprozessen und integrative Kulturprojekte. Sie beschäftigt sich mit Reproduktionspolitiken und kollektiven Erinnerungsprozessen, wobei ihr Schwerpunkt auf Grassroots-Initiativen in Spanien und Lateinamerika liegt. Sie hat die zwei Forschungsprojekte von Laura Perler visuell begleitet und dokumentiert.

Jimmy Schmid

Hochschule der Künste Bern

Jimmy Schmid ist Professor für Kommunikationsdesign an der Hochschule der Künste Bern HKB und Leiter des Weiterbildungsstudiengangs Signaletik – Environmental Communication Design sowie Senior Researcher im Institute of Design Research. Er ist Gastdozent und Experte an verschiedenen nationalen und internationalen Universitäten, Hochschulen und Institutionen. Er hat Graphic Design in Luzern und an der École nationale supérieure des Arts Décoratifs in Paris studiert und langjährige Berufserfahrung in den Bereichen Kommunikationsdesign, Corporate Design, Knowledge Visualization, Wissensvermittlung, Ausstellungen und Signaletik. Gemeinsam mit dem Herausgeber:innenteam hat er die Karten für das Buch und die Ausstellung mitentwickelt sowie das visuelle Konzept und Design für die Publikation umgesetzt.

Amanda Schmid-Scott

Universität Bern, mLAB

Amanda Schmid-Scott ist MSCA-Postdoktorandin in Geographie an der Universität Bern. Ihre Forschung untersucht geschlechtsspezifische Erfahrungen von Grenzen sowie die Verschränkungen von Bürokratie, staatlicher Gewalt und gegenwärtigen Migrationsregimen. Ihr Interesse an kreativen und partizipativen Forschungsmethoden wurde nicht zuletzt durch eine frühere Tätigkeit im Kunstsektor in London geprägt. Ursprünglich aus dem Vereinigten Königreich, kam sie 2025 zur Forschungsgruppe Sozial- und Kulturgeographie der Universität Bern, nachdem sie zuvor Postdoc- und Lehrpositionen an den Universitäten Bristol und Newcastle innehatte. Ihre Promotion in Geographie schloss sie an der University of Exeter ab.

Carolin Schurr

Universität Bern, mLAB

Carolin Schurr ist Professorin für Sozial- und Kulturgeographie, Co-Leiterin des mLAB am Geographischen Institut und am Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung der Universität affiliiert. Ihre Forschung untersucht, wie globale Prozesse – etwa Reproduktionsmedizin, Bevölkerungspolitiken oder Digitalisierung – die Intimsphäre verändern. Gemeinsam mit ihrem Team experimentiert sie mit neuen Methoden der Datenerhebung und Wissenschaftskommunikation an der Schnittstelle von feministischer Forschung, Kunst und digitalen Medien. Sie setzt sich für machtkritische Räume des Lernens und Lehrens ein, begleitet gerne Studierende und Mitarbeitende in ihren Forschungsprojekten und ist sehr dankbar über das Privileg, ihre drei Kinder täglich versorgen und lieben zu können.

Veronika Siegl

Universität Wien

Veronika Siegl ist Sozialanthropologin und Geschlechterforscherin an der Universität Wien. Sie interessiert sich für Fragen rund um Ethik, Ungleichheit und Selbstbestimmung im Kontext von Reproduktionsmedizin. Basierend auf ihrer Dissertation veröffentlichte sie im Jahr 2023 die Monografie «Intimate Strangers. Commercial Surrogacy in Russia and Ukraine and the Making of Truth» (Cornell University Press), für die sie den Sharon Stephens Prize der American Ethnological Society erhielt. Aus der Zusammenarbeit zwischen Sarah Hildebrand und Veronika Siegl entstand zudem das Kapitel «Zehn Monate / Ten Months» im Foto-Text-Band «hope» (2018, Christoph Merian Verlag). In ihrem aktuellen Forschungsprojekt arbeitet Veronika Siegl zur Verhandlung von Leben und Tod im Kontext von Schwangerschaftsabbrüchen nach einer pränatalen Diagnose in Österreich.

Kasia Strek

Kasia Strek ist Dokumentarfotografin, Autorin und Forscherin, die sich auf reproduktive Rechte, geschlechtsspezifische Gewalt, Zivilist:innen in Konflikten und die Auswirkungen des Klimawandels auf den Menschen konzentriert. Sie dokumentiert und fotografiert Menschenrechtsverletzungen und die langfristigen Folgen politischer Ereignisse auf das tägliche Leben der Menschen in Krisenregionen. Ihre Arbeit wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, unter anderem vom Pulitzer Center gefördert, und in führenden internationalen Medien veröffentlicht. Aufnahmen aus Kasia Streks Projekt «The Price of Choice» dokumentieren Abtreibungsmobilitäten zwischen Polen und Deutschland und begleiten das entsprechende Kapitel.

Milena Wegelin

Berner Fachhochschule

Milena Wegelin arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Geburtshilfe an der Berner Fachhochschule. Dort initiierte und leitete sie das partizipative Forschungsprojekt REFPER. Reproduktive Gesundheit – die Perspektive geflüchteter Frauen in der Schweiz. Sie lehrt und forscht zu Sexual and Reproductive Health and Rights im Fluchtkontext und beschäftigt sich mit reproduktiver Gerechtigkeit. Zusammen mit Laura Perler arbeitete sie im Forschungsprojekt Reproductive Geopolitics zu Schwangerschaft und Geburt in Asylzentren der Schweiz.

Mirko Winkel

Universität Bern, mLAB

Mirko Winkel ist Künstler, Kurator und Koordinator des mLAB, eines Labors am Geographischen Institut der Universität Bern, das künstlerische Ansätze in Forschung und dialogischer Wissenskommunikation fördert. Er studierte Bildende Kunst und Performancekunst und stammt aus der ehemaligen DDR. In seinen recherchebasierten und kontextsensitiven Arbeiten experimentiert er mit Erzählformen, um gesellschaftliche Problemfelder neu zu betrachten, und erprobt, wie sich unterschiedliche Wissenspraktiken ineinander übersetzen lassen. Zudem arbeitet er am EcoArtLab der Hochschule der Künste Bern. Er übernahm die kuratorische Leitung der Ausstellung «Atlas der Reproduktion».

Armando Zacarías

Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne

Armando Zacarías hat 2025 an der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne in Bildenden Künsten, Ästhetik und Kunstwissenschaften promoviert. Er ist in Puebla als Einzelkind aufgewachsen, umgeben von einer grossen Schar von Cousins, Cousinen, Tanten und Onkeln. Seine Mutter war alleinerziehend; sein Vater verliess sie früh. Armando Zacarías wuchs mit den Geschichten von Frauen auf – über das Kinderkriegen, das Nicht-Kinderkriegen, den Traum von grossen Familien, von einem besseren Leben, davon, zurückgelassen zu werden. Seine Forschung bot ihm die Möglichkeit, diese Geschichten auf eine andere Art und Weise zu hören, durch andere Materialien, andere Gesten, andere Formen.